Uthlande

Der Begriff ›Uthlande‹ bedeutet niederdeutsch oder altdänisch Außenlande. Gemeint sind hier die dem Festland vorgelagerten Außenbereiche, die Außenlande mit den Inseln, den Halligen und den Marschen.

Urkundlich verwendet wurde diese Bezeichnung zum ersten Mal im 12. Jahrhundert, da die soziale Zusammensetzung und auch der politische Status der damaligen Inseln sich von dem Festland deutlich unterschied.

Mit der zweiten Marcellusflut, der sogenannten Großen Mandränke (Großes Ertrinken) im Jahre 1362,  und der Buchardiflut am 12. Oktober 1634, sind große Teile des Festlandes im Meer versunken, andere Teile sind durch Eindeichung und Landgewinnung Teil des Festlandes geworden. Vermutet wird, dass der Begriff ›Uthlande‹ auf die ostdänische Kanzleisprache im ehemals dänischen Lund zurückgeht (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Uthlande).

Dreizehn Marsch- und Inselharden (Verwaltungsbezirke) gehörten im Mittelalter zu den Außenlanden. So bestand die heutige Halbinsel Eiderstedt damals aus den drei Harden Eiderstedt, Everschop und Utholm.