Odde

Eine schmale und lange Landzunge, die ins Meer ragt, nennt man ›Odde‹. Bekannte Odden finden wir in Deutschland auf der Insel Amrum, nämlich die Amrumer Odde und auf der Insel Sylt, die Hörnumer Odde.

Die Amrumer Landzunge bildet den nördlichsten Teil der Insel und besteht aus einem Dünengürtel, der bis zu 24 Meter Höhe aufweist. Sie hat mit einer durchschnittlichen Breite von 150 bis 200 Metern eine Länge von etwa 2 Kilometern. Für den Naturschutz hat die Odde als Vogelschutzgebiet  große Bedeutung, da sie zahlreichen Seevögeln als Nistplatz dient. In der Brutzeit darf die Landzunge nur an der Küstenlinie umrundet werden.

Die Hörnumer Landzunge an der Südspitze der Insel Sylt gilt gegenüber den Sturmfluten der Nordsee und den Gezeitenströmungen als besonders gefährdet.  Sie hat ebenfalls eine Länge von etwa 2 Kilometern.  Seit 1972 ist eine Fläche von circa 150 Hektar der Südspitze als Naturschutzgebiet ausgewiesen, gleichbedeutend mit etwa 150 Fußballfeldern. Im November 2015 sorgten die Herbststürme ›Heini‹ und ›Iwan‹ für enorme Landverluste. Ein Küstenstreifen mit 2,2 Hektar brach auf einer Länge von 850 Metern und einer Breite von nahezu 60 Metern weg. Geblieben ist die Größe von etwa 30 Fußballfeldern.

Literatur:
www.focus.de
www.spiegel.de
de.wikipedia.org und de.wikipedia.org