Geest

Wenn wir von Geest sprechen, meinen wir die höher gelegenen Landschaften in Dänemark, Norddeutschland, Flandern und den Niederlanden. Sie sind durch Sandablagerungen während der Eiszeiten entstanden und stehen im Gegensatz zum tiefergelegenen Schwemmland, dem Marschland, das nacheiszeitlich entstanden ist.

Die höher gelegenen Geestflächen Schleswig-Holsteins bilden den ›Mittelrücken Schleswig-Holsteins‹, der sich zwischen den Marschen Nordfrieslands und dem Schleswig-Hosteinischen Hügelland (Osthostein) befindet. Er teilt sich auf in die Hohe G., die durch Gletscherablagerungen (Altmoränenreste bzw. Endmoränen) im Süden Schleswig-Holsteins und der Niederen G., die durch Schmelzwasserablagerungen der Weichsel-Eiszeit entstanden ist.

Die Herkunft des Wortes Geest leitet sich aus dem niederdeutschen ›gest‹ ab, was soviel wie ›trocken‹ oder auch ›unfruchtbar‹ bedeutet. Dementsprechend gilt der Geestboden als nährstoffarm, überwiegend sandig und kalkarm und hat im Gegensatz zum Marschland eine eher geringe Ertragsfähigkeit.

Literatur:
de.wikipedia.org
K.-J. Lorenzen-Schmidt und Ortwin Pelc (Hrsg.), Schleswig-Holstein Lexikon, Neumünster 2000