Februarflut 1825

Die Februarflut von 1825 ist auch als ›Große Halligflut‹ in die Geschichte der großen Nordsee-Sturmfluten eingegangen. Die Rekordwasserstände wurden an beinahe allen Orten deutlich überschritten, so dass diese Flut als eine der schwersten Fluten der letzten Jahrhunderte charakterisiert wird.

In jener Nacht vom 4. auf den 5. Februar starben auf Hallig Gröde 10, auf Hallig Hooge 28, auf Nordmarsch und Langeneß waren 30, auf Südfall 12 Menschen. Auf allen Halligen zusammen mussten 80 Menschen ihr Leben lassen.  Vollständig überflutet wurden Pellworm und Föhr, wo der Deich an 5 Stellen brach. Schwere Schäden gab es auch auf den Inseln Sylt und Amrum. Die gesamte deutsche, dänische und niederländische Nordseeküste war von der Sturmflut betroffen.

Der Richter, Heimatforscher und Autor Dr. Benno Eibe Siebs notiert aus den verschiedenen Regionen folgende Opferzahlen der Februarflut von 1825: in Ostfriesland 11, in Jeverland 46, am Jadebusen 5, in der Wesermarsch 43 und in der Elbmarsch 143 Menschen. An der gesamten Nordseeküste und den Niederlanden starben 789 Menschen, 45.000 Tiere ertranken in den Fluten. Die Sachschäden waren immens und wurden auf 16 Millionen Taler geschätzt. 2.400 Gebäude wurden völlig zerstört, 8.700 Gebäude teilweise beschädigt.

Küstenschutz und Deichbau waren zu jener Zeit bereits über Jahrzehnte aufgrund unterschiedlicher wirtschaftlicher Krisen infolge der zurückliegenden französischen Revolution und der von Napoleon am 21. November 1806 verhängten Wirtschaftsblockade (Kontinentalsperre) vor der Februarflut von 1825 besorgniserregend vernachlässigt. Deshalb traf die Sturmflut am Ende einer ganzen Serie von Sturmfluten in der Zeit vom 31. Oktober 1924 bis zum 3. Januar 1825 auf bereits vorgeschädigte und durchweichte Deiche.

Literatur:
www.zeit.de
www.cuxhaven-seiten.de
de.wikipedia.org